Die Aufgaben des Templerordens war es Pilger auf der Reise zu schützen. Dieser Aufgabe kommen wir auch in Europa nach. Selbst der Weg nach Santiago de  Compostella war zweitweise gefährlicher als von Jaffa  nach Jerusalem zu pilgern. Im folgenden zeigen wir unsere Rüstungsmöglichkeit und Waffen.

 

Die Ausrüstung des Tempelritters und des dienenden Bruders unterscheidet sich nur geringfügig. Da wir eine Komthurey in Europa darstellen befinden sich bei uns kaum Ritter, da diese gerade in Akkon zur Verteidigung des Heiligen Landes gebraucht werden.

 

Die Rüstung

 

  

Als unterste Schutzschicht wird eine Stoffrüstung getragen. Diese besteht aus zwei Schichten Leine und ist mit Rosshaar, Filz oder Leine gefüttert um somit einen Schutz gegen stumpfe Hiebe zu erhalten. Diese Stoffrüstung (Gambeson und Aceton) schützt den Oberkörper, während gefütterte Beinlinge die Füße schützen.

Über dieses Polster kommt nun das Kettenhemd (auch Ringpanzerhemd), und Eisenhosen (Beinlinge aus einem Kettengeflecht). Der Ritter trägt Handschuhe am Kettenhemd, während der dienende Bruder freie Hände brauchte um Pfeil und Bogen oder die Ambrust zu bedienen. Nun ist der Kämpfer in der Kugelsicheren Weste des Mittelalters gerüstet. Bögen und Armbrustbolzen konnten von dieser aufgehalten werden (Von der Schlacht von Arsuf im 3. Kreuzzug ist überliefert, dass die Soldaten unter König Richard Löwenherz trotz mehrerer Pfeile im Rücken weitermarschierten, was bei den sarazenischen Bogenschützen Verwirrung und Panik hervorrief.)

Der Kopf wird ebenso wie der Körper durch eine Polsterhaube und eine Kettenhaube geschützt. Der Schutz wird hier noch durch einen Helm oder Eisenhut erhöht.

 

 

Die Waffen

   Die Hauptwaffe beider Kämpfer, Ritter und dienender Bruder, war das Schwert. Als Allroundwaffe konnte jeder Teil des   Schwertes verwendet werden. Die Klinge konnte zum Hauen, Schneiden und Stechen und der Griff konnte zum auch Schlagen genommen werden. Garantiert wurde auch die Parrierstange in manchen Situationen zum Kampf verwendet.

Reine Hiebwaffen galten meist als unritterlich und wurden daher nur von gemeinen Fusssoldaten verwendet. Hierunter fallen Äxte, Streithämmer und sämtliche als Bauernwaffen bezeichnete Hiebwaffen wie Morgenstern (anders als heute gemeint wird, war der Morgenstern anfangs eine Keule welche meistens mit Nägeln oder anderen Spitzen versehen war und hatte keine Kette), Sensen, Heugabeln, und Spieße. Weitere Waffen waren Armbrüste und Pfeil und Bogen als Fernwaffen.

Schilder dienten neben dem Schutz auch als Waffe. Neben dem Abwehren von Hieben des Feindes konnte das Schild auch zum Zuschlagen und Wegstoßen des Opponenten verwendet werden. Die Schilder entwickelten sich im Laufe der Zeit zu verschiedenen Formen, bis sie ganz verschwanden, da die Waffentechnik diese überflüssig gemacht hatte.