In unserem Lager kann man sich verschiedene Handwerkstechniken erklären lassen

 

  Spinnen und Färben:

 

  Das Garnspinnen ist eines der ältesten Handwerke der Welt.  Die ersten Belege für versponnene Fasern lassen sich bis auf das Jahr 6000 v.Chr zurück datieren. Dabei ist davon auszugehen, dass die Menschheit die Technik des Spinnens etwa zur Zeit des Aufkommens textiler Kleidung "entdecke". Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Technik von jeder frau beherrscht werden musste und dieser auch sooft wie möglich nachgegangen wurde.
Während zunächst die Fasern mit der bloß
en Hand gedreht wurden, benutzte man später Hand- oder Fallspindeln. Da das Garnspinnen eine sehr zeitaufwendige Technik war, ist davon auszugehen, dass Frauen aller Stände diese Tätigkeit, wann immer es ihnen möglich war, ausübten. So ist anzunehmen, dass auch Damen auf Reisen ihre Handspindel immer zur Nutzung bereit hielten.
Die erste urkundliche Erwähnung eines Spinnrades stammt aus dem Jahr 1298 und ist in den Zunftvorschriften der Stadt Speyer niedergeschrieben. Dabei handelte es sich um ein Spinnrad, welches von Hand angetrieben wurde.

In unsererm Lager wird zumeist mit der Handspindel
gesponnen. Die hierbei entstandene Wolle kann auch vor Ort mit Pflanzen gefärbt oder anderweitig weiterverarbeitet werden.

 

 




Stickerei:

  Bei der Stickerei handelt es sich, ebenso wie bei der Garnspinnerei, um eine sehr alte Handwerkstechnik. Es ist kaum möglich die Anfänge dieser Textiltechnik zu bestimmen, fest steht jedoch, dass bereits Ägypter und die alte indische Kultur Stickmuster verwendetetn um Textilien zu verzieren.
Im Mittelalter wurde die Stickkunst vornehmlich zu kultischen Zwecken in Form von Altar- oder Gewandstickerei zur Blüte geführt. Später wurden auch verschiedene Gegenstände und weltliche Gewänder durch Stickereien verschönert.



Sarwürker (Panzermacher):

 

Der Panzermacher, vermutlich gibt es ihn seit dem ersten Kettenhemden. Sarwürker, es waren Waffenschmiede, produzierten den Eisendraht, stellten daraus durch das sogennatne wurmen die Ringe her. Danach verbanden sie die Ringe der Kettenhemden und vernieteten diese. Es gibt bisher keine Funde von unvernieteten Kettenhemden.

Ca. 200 Stunden, sogar eher mehr, Arbeit kann man pro Kettenhemd rechnen. Je nach Größe wurden dabei 20.000-30.000 Ringe verarbeitet.
Im Ausgehenden Mittelalter entwickelte sich der Sarwürker zum Plattner der nun die neuen moderen Plattenpanzer fertigte.